Begegnungsjahr

Leitideen

Unser pädagogischer Grundsatz ist, dass jedes Kind ohne jede Hürde in die Grundschule aufgenommen wird und dort auch bleibt.

Wir verstehen uns nicht als Institution, die sich für festgesetzte Anforderungen die Geeigneten aussucht, sondern vielmehr als eine Grundschule, die alle Kinder aufnimmt, ohne Barrieren und ohne Selektion schon zu Schulbeginn.

Uns ist bewusst, dass Schulbeginn nicht Lernbeginn bedeutet. Die unterschiedlichsten Vorerfahrungen eines jeden Kindes prägen sein Lernen in der Schule. Wir möchten gezielt an das vorschulische Lernen der Kinder anknüpfen und haben in Kooperation mit den Tageseinrichtungen für Kinder Möglichkeiten für ein Begegnungsjahr vor Schulbeginn entwickelt. Wir möchten uns hier ganz bewusst verzahnen, um jedes Kind mit seinen Stärken und Schwächen dort abzuholen, wo es ist.

Wichtige Ziele für uns sind, Hand in Hand im Begegnungsjahr

  • die Kinder in ihrer Persönlichkeit und mit ihren Stärken und Schwächen kennen zu lernen,
  • die Vorfreude der Kinder auf die Schule zu wecken,
  • den Kindern vielfältige Begegnungsmöglichkeiten mit den Lehrerinnen und ihren künftigen Schulkameradinnen und -kameraden zu ermöglichen,
  • Informationen über das vorschulische Lernen zu erhalten,
  • die bisherige Lernentwicklung der Kinder kennen zu lernen,
  • lernfördernde und lernhemmende Bedingungen jedes einzelnen Kindes einschätzen zu können,
  • gegebenenfalls die Zeit bis zum Schulbeginn für Interventions- und Fördermaßnahmen zu nutzen.

Um dies zu erreichen, nutzen wir mit der Schulanmeldung die Gelegenheit, regelmäßig mit den Eltern ins Gespräch zu kommen. Außerdem stehen wir in Kontakt zu den Erzieherinnen und Erziehern, um die Eltern gemeinsam über die bestmögliche Förderung ihres Kindes zu beraten. Gespräche über das Kind finden nur mit Einverständnis der Eltern, bestenfalls in ihrer Anwesenheit statt.

Uns ist es wichtig, dass Eltern und Kinder die Schule nicht in erster Linie als eine Institution erleben, die Forderungen stellt, sondern als einen Ort, an dem jeder gleichermaßen willkommen ist. Wir möchten die Eltern mit unseren Zielen vertraut machen, ihre Bedenken und Fragen ernst nehmen sowie unsere gemeinsame Verantwortung transparent machen.

Unser Begegnungsjahr

Durch fortwährende Kontaktmöglichkeiten zwischen Eltern, Erzieher/innen, Kindern und Lehrer/innen in dem Jahr vor der Einschulung können alle von den jeweiligen Erfahrungen der anderen profitieren, wodurch sich das gegenseitige Verständnis erhöht. In Zusammenarbeit mit den Tageseinrichtungen finden deshalb während des Begegnungsjahres viele Begegnungsmöglichkeiten mit unserer Schule statt:

  • Tag der offenen Tür
  • Anmeldegespräche mit den Kindern werden in der Kita durchgeführt
  • Einladung zu unseren einmal im Monat stattfindenden, jahrgangsgemischten Lesestunden
  • gemeinsame Arbeit an Projekten, u.a. Mathematik-Projekttage
  • Einladung zu unseren Schulfesten mit der Möglichkeit, eigene Beiträge darzubieten
  • Schnuppertage für die Schulneulinge in den zukünftigen Klassen
  • Teilnahme an unserem Sport- und Spielfest
  • Möglichkeit der Hospitation für Eltern in der Schuleingangsstufe nach Absprache mit den Klassenlehrerinnen
  • Präsentation der Laternen auf unserer Laternenausstellung
  • gemeinsamer Laternenumzug
  • gemeinsames Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Adventsingen
  • Nutzung unserer Schülerbücherei
  • Besuch der neuen Klassenlehrerinnen in den Tageseinrichtungen
  • die Schulkinder besuchen ihre bisherigen Tageseinrichtungen bei Projektpräsentationen und Vernissagen
  • gemeinsame Feste in der Turnhalle mit Präsentationen
  • Elterninformationsabende
  • Themenabende (Ergotherapie, Kinesiologie, Lerntechniken, Starke Eltern – starke Kinder, Lust auf Bewegung, gesunde Ernährung, sexuelle Früherziehung, Experimente in der Küche u. v. m.)
  • gemeinsame Projekttage in der Woche nach Pfingsten 

Hier finden Sie einen Informationsflyer zum Begegnungsjahr 2019/2020.

Fortführung der Bildungsdokumentationen

Wir führen regelmäßig Gespräche mit den Erzieher/innen der Tageseinrichtungen und treffen uns zu gemeinsamen Teamsitzungen, um unsere Bildungsziele und Lernmethoden auszutauschen und uns gegenseitig abzusprechen, an welchen Stellen wir uns weiter entwickeln können. Wir führen uns immer wieder vor Augen, dass wir aufeinander aufbauen und treffen inhaltliche Schwerpunkte für die Zusammenarbeit. Seit einigen Jahren haben wir ein Konzept entwickelt, dass die Bildungsdokumentationen der Kita in der Grundschule fortsetzt.

Unser gemeinsames Ziel ist es, jedes Kind vom ersten Schultag an entsprechend seines Entwicklungsstandes bestmöglich zu fördern. Wir möchten die gesamte Entwicklung der Kinder einschätzen sowie ihre jeweiligen Stärken und Schwächen erkennen, ihr gesamtes Umfeld berücksichtigen und diese Erkenntnisse in unsere Förderüberlegungen einbeziehen. Besondere Beachtung finden dabei die Entwicklungsbereiche Wahrnehmung, Motorik und Sozialverhalten.

Seit dem Frühjahr 2006 führen die Klassenlehrerinnen der Schuleingangsklassen mit allen Schulneulingen, den Eltern und den Erzieher/innen der Kindertageseinrichtungen Übergabegespräche, die auf den Bildungsdokumentationen basieren.

Mit Beginn des Schuljahres 2007/08 haben wir uns gemeinsam mit der Kita dazu entschieden, die Bildungsdokumentation als Portfolio der Kita in der Schule fortzusetzen. Dieses Portfolio, auch liebevoll "Schätzchen-Ordner" genannt, umfasst die Bereiche

  • Deutsch (sprachlicher Bereich)
  • Mathematik (mathematischer Bereich)
  • Sachunterricht (naturwissenschaftlicher, gesellschaftswissenschaftlicher Bereich)
    Sport (Bewegung)
  • Kunst und Musik (künstlerisch-musischer Bereich)
  • Religion (religiös-ethischer Bereich)
  • Sternstunden

Wir kooperieren mit dem Verbundprojekt „TransKiGs“ und wollen durch den regelmäßigen Austausch und das Sammeln guter Praxisbeispiele Synergieeffekte ermöglichen. Mitarbeiter von „Transkigs“ unterstützen uns zum Beispiel bei der Entwicklung der Portfolioarbeit. Fotografen fotografieren gemeinsame Aktionen, damit die Fotos zum Beispiel für die Portfolios genutzt werden können.

Die Kinder empfinden die Arbeit an den Portfolios als sehr bereichernd. Sie sind stolz, ihre persönlichen Leistungen in Form von besonders gelungenen Arbeiten und Arbeitsblättern, Urkunden, Fotocollagen, Wochenplänen und eigenen Berichten zu betrachten und neue hinzuzufügen. So wird die beeindruckende Entwicklung jedes Kindes von der KiTa-Zeit an bis ans Ende des 4. Schuljahres für jedes Kind sichtbar und begreifbar. Mehr dazu in der Rubrik: Der besondere Freitag .

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