Unterricht an der GGS Am Brückentor

Offenes Lernen oder: "Wer ist eigentlich OLE?"

Unser Anliegen ist es,  alle Kinder gemäß ihren Fähigkeiten so gut wie möglich zu fördern. Grundlage hierfür ist eine Analyse des Lernstandes, um die Leistungsmöglichkeiten herauszufinden und individuell darauf eingehen zu können.

Gemeinsam entdecken Gerade in einer heterogenen Lerngruppe vor dem Hintergrund der Jahrgangsmischung können die Kinder ihr Lerntempo entfalten, von anderen Kindern lernen und miteinander arbeiten. Deshalb sind für uns  Wochenpläne, projektorientiertes Lernen, Lernwerkstätte  sowie Freie Arbeit als offene Arbeitsformen wichtig. Eine vorbereitete eigene Lernwege finden Lernumgebung soll den Kindern vielfältige Anregung zum selbstständigen Lernen geben.

Alle Klassen haben gerade zu diesem Zweck täglich möglichst zwei Stunden OLE (Offenes Lernen). Abhängig von der Klassenstufe und den jeweiligen Lerntypen der Kinder wird dieses Lernen unterschiedlich offen gestaltet. Gleich ist, dass alle Kinder für Klasse 1/2 sowie 3 und 4 auf den Lehrplan abgestimmte Lernbereiche in Deutsch und Mathematik bearbeiten. Das dazu benötigte Material wird von den Lehrkräften vorgestellt und so im Klassenraum platziert, dass sich die meisten Kinder es bald selbstständig holen und bearbeiten können. 


Zur Übersichtlichkeit erhalten die Kinder einen Plan, in dem sie ihre "beendeten" Lernbereiche markieren können. Da ein Zeitraum von zwei Jahren sehr groß ist, haben viele Klassen ergänzend Wochenpläne (Lernbücher/ "Logbücher" oder  Lerntagebücher), in denen die Lernbereiche und die dafür vorhandenen Materialien konkreter formuliert werden. Dies ist aber auch nicht zuletzt abhängig vom jeweiligen Kind und dessen Selbstständigkeit bzw. dessen Bedarf an Struktur. Darauf gehen wir Lehrerinnen flexibel und individuell ein.

Gemeinsames Lernen

Seit dem Schuljahr 2008/2009 werden in unserer Schule Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam unterrichtet.  Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder zu sonderpädagogischer Förderung tendierende Kinder werden beim Übergang vom Kindergarten in die Schule erfasst und erhalten die für sie notwendige Förderung von Anfang an. Zurzeit ist eine Sonderschullehrerin mit  28 Wochenstunden an der Schule tätig. Die Kinder mit sonderpädagogischem  Förderbedarf sind Teil der Regelklasse. Die Klassenlehrerin und die Sonderschullehrerin entscheiden gemeinsam in welchen Bereichen und in welchem Rahmen individuelle Förderung notwendig ist. Wann immer es möglich ist, findet der Unterricht durch z.B. individuelles Material (innere Differenzierung) in der Klasse statt. Zusätzlich gibt es Förderkurse, die in einer Kleingruppe abgehalten werden (äußere Differenzierung) oder als Einzelförderung. Für diese Förderkurse stehen der Giraffenraum, das Eulennest sowie auch die in einigen Klassen angegliederten Gruppenräume zur Verfügung.
Innerhalb der Klasse werden möglichst viele Stunden in Doppelbesetzung durch Klassenlehrerin und Sonderschullehrerin gehalten. Dabei ist eine der Lehrerinnen federführend für den Unterricht und die andere Lehrerin für individuelle Hilfen innerhalb des Unterrichts zuständig. Die Unterrichtsvorbereitung wird gemeinsam besprochen, um für einzelne Kinder, entsprechend ihres Könnens und ihrer Fähigkeiten, Material vorzubereiten und zu gestalten (team-teaching).

In den meisten Fällen besteht die sonderpädagogische Förderung lediglich in der Beratung der Klassenlehrer, in der Vorbereitung von Elterngesprächen und dem Erstellen von Förderplänen.

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die nicht zielgleich unterrichtet werden, erhalten Berichtzeugnisse und nehmen im neuen Schuljahr ohne Versetzung am Unterricht der nächsten Klasse teil. Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die zielgleich unterrichtet werden, erhalten im ersten Schuljahr ein Berichtszeugnis und ab dem Versetzungszeugnis nach Klasse 2 sowie in der Klasse 3 ein Berichtszeugnis mit Noten. In Klasse 4 werden nur noch Noten vergeben. Für diese Schüler gilt die Versetzungsordnung der Grundschule.
Die Kinder, die über das Kompetenzzentrum gefördert werden, erhalten keinen Kommentar auf dem Zeugnis.

Die Förderschwerpunkte der Kinder liegen in den Bereichen Lernen, Sprachliche Entwicklung,  Soziale und emotionale Entwicklung. und Körperlich/ Motorische Entwicklung.